Vielleicht liegt es an der Klimaveränderung…

sagt der Sprecher der „Dokumentation „Die Bienenflüsterer: Nepal – Die Riesenbiene der Gurung“ auf ARTE

Während die nepalesischen Honigsammler auf eine erfolgreichere Honigernte an diesem Standort mitten in den Felsen hoffen, können es sich die Macher dieser Doku nicht verkneifen – wie bei fast allen Natur-Dokus im deutschen Fernsehen – den Klimawandel ins Spiel zu bringen.

Was natürlich nicht zur Sprache kommt, ist, dass die Waben bei dieser „naturnahen“ Art der Honigernte vollständig zerstört werden. Ebenfalls unerwähnt bleibt, dass die nepalesische Bevölkerung sich in den letzten 57 Jahren nahezu verdreifacht hat.

Klar, es kann nur der Klimawandel sein, der für die magere Honigernte an einem einzigen Standort der Felsenbiene in einer Saison verantwortlich ist.

Und das, nachdem knapp 25 von 26 Minuten die Naturnähe der Honigsammler hervorgehoben wurde.

So werden wir durchgängig indoktriniert.

Passend dazu eine fundierte Kritik am vermeintlichen Aussterben der Honigbiene in Deutschland:

Jugendbeteiligung als (SPD-)Wahlkampfmasche?

Vor fast genau einem Jahr stellt die CDU-Fraktion im Dresdner #staDDrat einen Antrag:

Jugendbeteiligung ernst nehmen – Umsetzung des neuen § 47a der Sächsischen Gemeindeordnung

Wie sich der Beratungsfolge im Ratsinformationssystem entnehmen lässt, stand der CDU-Antrag sage und schreibe sechs Mal auf der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses. Ohne es per Presseanfrage erfragt zu haben , gehe ich davon aus, dass es sich „schlicht“ um Vertagungen handelte.

Schließlich wurde der CDU-Antrag am 29. November 2018 endllich behandelt und vom Jugendhilfeausschuss in großen Teilen geändert (Niederschrift, PDF)

Da der Jugendhilfeausschuss bei diesem Antrag federführend war und es die „Regeln“ (Geschäftsordnung) vorsehen, dass der Stadtrat dessen Beschlussempfehlung als Grundlage nimmt, wurde die Behandlung des Antrages im Stadtrat zwei Mal (20. September & 22. November 2018) zurückgestellt.

Am 14. Dezember 2018 reichte die ehemalige, selbsternannte Gestaltungmehrheit aus Rot-Grün-Rot einen Änderungs- bzw. Ergänzungsantrag ein:

Weitere sechs Male wurde der Antrag bzw. dessen Behandlung im Stadtrat zurück gestellt bzw. vertagt, zuletzt am 9. Mai 2019.

Nun steht der Antrag am 6. Juni, also kurz nach der Kommunalwahl am 26. Mai, (voraussichtlich) erneut auf der Tagesordnung.

Und wer kommt am 10 Mai 2019, also vor fünf Tagen, mit einem Antrag um die Ecke, der identisch mit der Beschlussempfehlung des Jugendhilfeausschusses ist? Die SPD-Fraktion: Jugendbeteiligung jetzt wirklich ernst nehmen!

Deren Antrag wird am 16. Mai 2019, also morgen, ebenfalls vom Jugendhilfeausschuss behandelt, sodass damit zu rechnen ist, dass er ebenfalls am 6. Juni auf die Tagesordnung des Stadtrates kommen wird.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass der CDU-Antrag ein Jahr lang im Geschäftsgang des Stadtrates war, vom Jugendhilfeausschuss maßgeblich verändert worden ist, um dann von der SPD-Fraktion kurz vor der Wahl mit dem gleichen Text (und der gleichen Begründung) erneut eingereicht zu werden.

Liebe Jugend, liebe Bürger, ihr dürft euch verarscht vorkommen!

Hans Rosling über das (zukünftige) Wachstum der Weltbevölkerung

Hans Rosling war Professor für Internationale Gesundheit am Karolinska Institutet und Direktor der Gapminder-Stiftung in Stockholm. Er hat – über die Jahre mehrere sogenannte TEDtalks (Kurzvorträge) gehalten, die mich sämtlichst sehr beeindruckt haben.

Er zeichnet ein wesentlich positiveres bzw. optimistischeres Bild von der Zukunft der Menschheit, als es uns die Apologeten des bevorstehenden Weltuntergangs täglich (über die Massenmedien) zu vermitteln versuchen.

Anhand von Visualisiserungen mit der von ihm und seinem Sohn entwickelten Software „Gapminder“ zeigt er die Zusammenhänge von Kindersterblichkeit und Geburten(rate) pro Frau auf.

Einen Zusammenhang zwischen Religion und Geburtenrate lässt sich aus seiner Darstellung nicht heraus lesen.

Guckt es euch unbedingt an, es gibt Untertitel in jeweils bis zu 50 Sprachen.

funfacts zur #Energiewende

Immer wieder werden wirmit Zahlen zu sogenannten „erneuerbaren Energien“ beglückt.

funfact #1

Eine große Rolle dabei spielt die „installiere Leistung“ von Windkraftanlagen.

Kurz: es gab im Jahr 2017 rund 28.675 Windkaftanlagen mit einer (theoretischen) installierten Leistung von rund 61.000 MW(Megawatt) oder umgerechnet 61 GW (Gigawatt).

Somit könnten sämtliche Anlagen zusammen – über das Jahr (8766 Stunden) gesehen – rund 534 TWh (Terrawattstunden) Strom produzieren. Tatsächlich lieferte die Windenergie aber nur 106,6 TWh im Jahr 2017. Das entspricht einer „Verfügbarkeit“ (Effizienz) von rund 20% im Vergleich zur installierten Leistung.

Quelle: Windenergiestatistik Deutschland (Wikipedia)

funfact #2

Die Geothermie (Nutzung von Erdwärme) ist immer wieder mal Thema in den Medien bzw. der öffentlichen Debatte.

Dazu habe ich folgende Zahlen gefunden:

Es gibt aktuell 37 Anlagen der sogenannten „tiefen Geothermie“ (Bohrtiefe > 400m) mit einer installierten Wärmeleistung von 336,51 MW (Megawatt) und einer installierten elektrischen Leistung von 37,13 MW.

Dazu kommen rund 390.000(Klein-)Anlagen der „oberflächennahen Geothermie“ (Bohrtiefe < 400 m) mit einer installierten Leistung von 4.290 MW (Megawatt). Damit hat eine durchschnittliche (Klein-)Anlage eine Leistung von etwa 11 KW (Kilowatt).

Die daruch bereitgestellte Energiemengen beliefen sich im Jahr 2016 auf:

Strom : 0,162 TWh (= jährlicher Strombedarf von etw. 46.000 Zweipersonen-Haushalten)

Wärme: ca. 9,1 TWh (= jährlicher Wärmebedarf von 650.000 Zweipersonen- Haushalten)

Quelle: Bundesverband Geothermie – Geothermie in Zahlen

„Erklärfilm Stadtrat“

Die Stadt(verwaltung) Dresden hat ein neues Youtube-Video veröffentlicht.

Ich freute mich zunächst über des bloße Existenz und habe es mir angesehen.

Das Positive zum Anfang: das Video ist kurz & zeitlos

Leider ist es etwas lieblos und ohne weitere Hinweise – z.B. auf die gesetzlichen Grundlagen – erstellt worden. Nicht einmal kommentieren kann man darunter. Schade!

Daher hier die Verweise, die ich unter dem Video vermisse:

Schade!

Sächsische Gemeindeordnung, Hauptsatzung und Geschäftsordnung des #staDDrat, Ratsinformationssystem und zum Livestream bzw. den Mitschnitten der Sitzungen.

Spontan überlegte ich, welcher „Lobgesang auf demokratische Institutionen“ als Kontrast dazu dienen könnte.

Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren hielt der Schriftsteller Navid Kermani die Festrede zum 65. Jahrestag des Grundgesetzes im Deutschten Bundestag. Ich habe mir die gut 25-minütige Rede soeben erneut angesehen.

Sie ist ein (Gesamt-)Kunstwerk, das ich auch heute (wie damals) sehr gelungen finde. Manches sehe ich (heute nach wie vor) anders, Vieles kann ich zu 100 Prozenz unterschrieben.

Guckt sie euch an!

Der „Fonds Stadtgrün“: ein Bürgerschreck?

Seit 1996 extistiert der „Fonds Stadtgrün“, in den (vornehmlich) Dresdner Bürger Geld einzahlen können, um sich an der Finanzierung von Bäumen (Stadtgrün) über seine Steuerzahlungen hinaus zu beteiligen.

Um dem Fonds zu etwas mehr Aufmerksamkeit und womöglich Einnahmen zu verschafften, wirbt die Stadt(verwaltung) jetzt mit 17 Mega-Light-Plakaten dafür.

Die Pressemitteilung fand ihren Niederschlag unter anderem in einem Artikel in den DNN, der ohne weitere Recherche auskommt.

Meine Presseanfrage zu den Einnahmen ergab folgendes Ergebnis:

In 23 Jahren wurden insgesamt knapp 220.000 € gespendet. Das macht im Schnitt rund 9650 € pro Jahr, was über den Daumen gepeilt auf etwa 10 Bäume pro Jahr hinausläuft.

Es gibt neben einer finanziellen Beteiligung aber auch die Möglichkeit selbst aktiv zu werden: Bürger schafft Grün!

Straßenbegleitgrün gefällig?

Warum schließen regelmäßig Bürgerbüros in Dresden?

Diese Woche war es die SPD-Fraktion, die sich per Pressemitteilung über die sechsmonatige Schließung des Bürgerbüros in Plauen empört:

Zitat aus der Pressemitteilung von SPD-Stadtrat Vicent Drews am 4. März 2019

Bereits zum 1. Dezember 2015, also vor mehr als 3 (in Worten drei) Jahren wurde das Bürgerbüro in Klotzsche (vorrübergehend) geschlossen. Auf Anfragen von Stefan Vogel (AfD) am 25. November 2015 und Anja Apel (Die Linke) in der Stadtratssitzung am 10. Dezember 2015 begründete die Stadtverwaltung dies mit Personalengpässen aufgrund der am 1. November 2015 in Kraft tretenden Änderungen im Zusammenhang mit dem Bundesmeldegesetz. Die Stadtverwaltung hatte bereits 2014 den zusätzlichen Personalbedarf mit 6 Stellen angezeigt und im Haushaltsentwurf 2015/16 eingeplant. Diese Personalaufstockung fand im #staDDrat jedoch keine Mehrheit.

Schließung des Bürgerbüros in Klotzsche – Fragestunde im Stadtrat am 10. Dezember 2015
Schriftliche Antwort der Stadtverwaltung Dezember 2015

Daraufhin wurde am 18. August 2016 eine Petition eingereicht, die im Oktober 2016 mit der Begründung abgelehnt wurde, dass eine positive Bescheidung ein Vorgriff auf den kommenden Doppelhaushalt 2017/18 wäre.

Abschlägiger Beschluss des Petitionsausschusses in der Sitzung am 19. Oktober 2016

Inzwischen wurde der Doppelhaushalt 2019/20 vom Stadtrat beschlossen und dennoch besteht weiterhin ein Personalengpass beim Meldeamt. Dieses Mal wird dieser mit dem Personalaufwand für die anstehenden Kommunal- und Europawahlen am 26. Mai und den Landtagswahlen im September begründet.

Am 30 Juli 2018 teilte die Stadtverwaltung der Pressemitteilung mit, dass das Bürerbüro in Prohlis bis Ende Oktober 2018 – also drei Monate lang – geschlossden bliebe. Erneut wurde dies mit Personalengpässen begründet.

Am 7. August 2018 stellte erneut die AfD eine Anfrage dazu, die am 22. August wie folgt beantwortet wurde:

Antwort der Stadtverwaltung zur 3-monatigen Schließung des Bürgerbüros in Prohlis vom 22. August 2018

Fazit:

Der bzw. die Personalengpässe im Meldewesen sind seit über drei Jahren bekannt. Die SPD, die seit 2014 zusammen mit Linken und Grünen nicht nur die Stadtratsmehrheit gestellt, sondern auch sämtliche Beigeordneten mitgewählt hat, stellt sich dumm und zeigt mit dem Finger auf die „eigene“ Verwaltung.

Statt die Verbesserungen, die im Dezember 2018 per Pressemitteilung angekündigt wurden zu würdigen, wird aus billiger Wahlkampftaktik rumgeholzt.

Das kann ich auch! :-p

Was machen, wenn einem die NPD ausdrücklich zustimmt?

Zuletzt kam es im Dresdner Stadtrat zum Vorwurf, nur mit Hilfe der zwei fraktionslosen Stadträte der NPD eine Mehrheit gefunden zu haben.

Fragen wir doch einfach mal einen kompetenten Juristen:

Dafür kann in der Regel nicht einmal der politische Gegner etwas

Dieser Vorwurf ist nicht neu. Bereits im Dezember 2015 (und mit großer Sicherheit auch bereits davor) verstieg sich ein Stadtrat zu diesem Unsinn:

Sie haben mit FDP, mit AfD und NPD einfach die Vorlage abgelehnt
Erregen Sie sich nich‘ so, es ist nicht gut für’s Herz!
Herr Schollbach ein Demagoge?
Georg Böhme-Korn, André Schollbach
Heike Ahnert in Reaktion auf André Schollbach

Fragen zum Schulstandort Boxberger Straße

Demokratie kann nicht der Wahrheitsfindung dienen, sondern allein der Mehrheitsfindung. Und Wahlen können dem Anspruch die (möglichst) beste Volksvertretung zu finden nicht gerecht werden, sondern sollen „nur“ friedliche Regierungswechsel zu ermöglichen (frei nach Werner Patzelt). Der Vorwurf, mit den „Falschen“ eine Mehrheit gefunden zu haben, sollte meines Erachtens also „stecken gelassen werden“.

Nach dem der Stadtrat inzwischen nahezu durchgehend die elektronische Abstimmanlage nutzt und das Videobild des Livestreams bzw. der anschließend dauerhaft verfügbaren Mitschnitte wird das Abstimmverhalten aller Stadträte und des Oberbürgermeisters öffentlich dokumentiert.

Die Neustadtpiraten: Transparenz meets Basisdemokratie

Manchmal liebe ich die (Neustadt-)Piraten ja für ihre #Transparenz

Laut eigener Verlautbarung [1] besteht der neugewählte Vorstand der Neustadt-Piraten aus 5 (in Worten FÜNF) weißen Männern.

Und jetzt ratet mal, wie viele Mitlieder der Ortsverband hat?

Es sind – ebenfalls nach eigener Verlautbarung (Protokoll [2])

– TUSCH –

12 (in Worten ZWÖLF) Mitglieder, von denen 9 (in Worten NEUN) stimmberechtigt sind.

Damit sitzt mehr als die Hälfte der (stimmberechtigten) Mitglieder im Vorstand.

Das nenne ich mal #Basisdemokratie für Fortgeschrittene.

Herzlichen Glückwunsch!

[1] https://www.neustadtpiraten.de/mit-neuem-vorstand-in-das-w…/
[2] https://cryptpad.derborys.net/pad/…

Plädoyer des Müßiggangs feat. Naga Jolokia

Der Mensch arbeitet, um Arbeit zu vermeiden, er arbeitet, um nicht zu arbeiten. Es ist unglaublich, welche Arbeiten der Mensch auf sich nimmt, nur um nicht arbeiten zu müssen.

Miguel de Unamuno, 1864-1936

Hörenswert:

Ein etwa zwei-stündiger Podcast (Interview+Fußnoten) über Chili-Kultur (mp3-datei) dürfte den einen oder anderen anstecken oder gar in Brand setzen. 😉